Russische Orthodoxe Kirchenstiftung


Ein orthodoxes Mönchskloster auf deutschem Boden

Das orthodoxe Mönchskloster in München-Obermenzing besteht seit 1945. Ursprünglich war dieses Kloster von Mönchen, die aus Rußland geflüchtet waren, 1926 in der Ostslowakei gegründet worden. Zur Bruderschaft gehörten bei Kriegsende mehr als 40 Mönche, die nun erneut vor der Roten Armee nach Westen flohen und Ende 1945 ihr Kloster in München wiederbegründeten. Doch die Mehrheit der Mönche mußte nach Übersee auswandern, da sie keine materielle Existenzgrundlage in München hatten. Viele Jahre lebten nur noch einige betagte Mönche im Kloster. Seit der Übersiedlung von Bischof Mark, dem jetzigen Oberhaupt der deutschen Diözese, und seiner Bruderschaft in das Kloster im Jahre 1980 wuchs die Bruderschaft, der derzeit 10 Mönche angehören, wieder an. Im Kloster wurde eine Kerzengießerei installiert, von der die Gemeinden ihre Kerzen beziehen. Außerdem konnte Mitte der 80er Jahre die Klosterdruckerei modernisiert werden. Seitdem wird orthodoxes Schrifttum in deutscher und russischer Sprache herausgegeben, darunter die zweimonatlich erscheinende Diözesanzeitschrift (Vestnik/Bote). Ferner verlegt die Bruderschaft eine eigene Buchreihe "Begegnung mit der Orthodoxie", liturgisches Schrifttum, Gebetbücher, Kirchenkalender u.a.m.

Die eigentliche Bedeutung des Klosters für die Diözese besteht zweifellos darin, daß mögliche Anwärter für das Priesteramt im Kloster leben können und hier ihre theologische und praktische Ausbildung erhalten. So konnten seit 1980 mehrere Kandidaten auf das Priesteramt vorbereitet werden. Als geistliches Zentrum spielt das Kloster nicht nur für die deutsche Diözese eine große Rolle, sondern darüber hinaus für die europäischen Nachbarländer. Seit dem Zusammenbruch des Kommunimus in den osteuropäischen Staaten kommen ständig Besucher und Pilger aus diesen Ländern nach München. Viele dieser Pilger bleiben einige Tage, andere auch Wochen als Gäste im Kloster und nehmen am Leben der Bruderschaft teil.

München -Obermenzing Erzbischof Mark, der Leiter der russischen orthodoxen Diözese von Berlin und Deutschland, zusammen mit den Brüdern des Klosters des Hl. Hiob von Pocaev.


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Verfasser: Georg Seide, Ottobrunn, Bildnachweis: Kloster d. Hl. Hiob,
Herausgeber: Russische Orthodoxe Diözese des orthodoxen Bischofs von Berlin und Deutschland, Berlin-München 1996, Diözesanverwaltung, 81247 München, Schirmerweg 78, Tel. +49-89-8348959, Fax +49-89-886777
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