AUS DEM LEBEN DER DIÖZESE  
  

Am 11/24. und 12/25. November zelebrierte Bischof Agapit in der Kirche des Hl. Nikolaus in Düsseldorf. Ihm konzelebrierten Priestermönch Amvrosij Berezkin und Diakon Boris Zdrobeu. Nach der Liturgie versammelte sich die Gemeinde wie üblich im Saal neben der Kirche. Vladyka erzählte den Anwesenden über die Ereignisse des Bischofskonzils.

Am Samstag, den 18. November/1. Dezember, und am 19 Nov./2. Dez. vollzog Bischof Agapit die Gottesdienste in Münster zusammen mit Pr. Alexandre Zaitsev und Diakon Arkadij Dubrovin. Nach der Liturgie trafen sich die Gemeindeglieder im Saal zur Trapeza. Vladyka unterhielt sich mit den Anwesenden über die Probleme des kirchlichen Lebens, insbesondere über diejenigen der Orthodoxen in einer heterodoxen Umgebung. Nach der Trapeza zeigte der Diakon Vladyka die Sehenswürdigkeiten im Zentrum Münsters.
Ìþíñòåð

Fest der Einführung der Allerheiligsten Gottesgebärerin in den Tempel zelebrierte Erzbischof Mark die Nachtwache und die Göttliche Liturgie in der Kirche der Hll. Neomärtyrer und Bekenner Rußlands in München.

Zum Fest des Einzugs der Allerheiligsten Gottesgebärerin in den Tempel am 20. Nov./3. Dez. und am 21. Nov./4. Dez. vollzog Bischof Agapit die Festgottesdienste zusammen mit Vater Ilya Limberger und Sergij Turtschik in Stuttgart.

Am Mittwoch, den 22. November/5. Dezember, flog Erzbischof Mark nach Kopenhagen, wo ihn der Vorsteher der Kirche des hl. rechtgläubigen Fürsten Alexander Nevskij, Priester Sergij Plekhov und andere Gemeindeglieder empfingen. Am Mittwoch Abend vollzog Vater Sergij die Nachtwache zusammen mit Diakon André Sikojev, der in der zweiten Tageshälfte von Berlin her angereist war. Erzbischof Mark trat zur Litija und zum Polyeleos mit Lesung des Evangeliums in die Mitte der Kirche und beendete gemeinsam mit den Priestern Sergij Plekhov und Nikolaj Chibalkov, sowie dem Diakon André Sikojev die Vigil mit der großen Doxologie. Am folgenden Morgen, dem Festtag des hl. Alexander Nevskij, zelebrierte Erzbischof Mark die Göttliche Liturgie zusammen mit den genannten drei Geistlichen.

In seiner Predigt wies Erzbischof Mark auf die Bedeutung des Erwerbs geistiger Liebe (Gal 5,22)  hin zur Entfaltung eines christlichen Lebens nach dem Vorbild des hl. rechtgläubigen großen Fürsten Alexander Nevskij. Unter Bezugnahme auf Vater Justin (Popovi¡c) ewigen Angedenkens sagte Erzbischof Mark, daß der menschliche Geist seine Schadhaftigkeit,  Mangelhaftigkeit, Kränklichkeit und Armut stets schmerzlich empfindet, solange er sich nicht mit dem Göttlichen Geist vereinigt, sich nicht dem Heiligen Geist weiht. Wenn der hl. Apostel Paulus uns aufruft, im Geist zu wandeln, dann müssen wir uns klarmachen, daß die volle Entfaltung des menschlichen Geistes nur in Gemeinschaft und Eintracht mit dem Heiligen Geist erlangt werden kann.

“Der Christ – so sprach Erzbischof Mark – bringt seinen Geist ständig dem Heiligen Geist zum Opfer dar. Er verliert dabei aber nichts, sondern er bereichert sich vielmehr. Er kreuzigt freiwillig die Sünde und das Böse, tötet dadurch das leibliche Sinnen ab und erwirbt geistliche Keuschheit. Er kreuzigt sich allem, was ihn an die Erde fesselt und erwirbt den Himmel. Dann ist er gänzlich vom Geist erfüllt: alle Gedanken, Gefühle, Wünsche, Wahrnehmungen...”. In solcher Geisterfülltheit stellt sich uns, den Gläubigen in dieser Kirche, der hl. Alexander Nevskij als Vorbild und Muster für unseren Lebensweg dar. Erzbischof  Mark drückte insbesondere seine Freude darüber aus, daß an diesem Tag so viele Kinder in der Kirche waren, und fügte hinzu, er beneide sie fast, weil sie von klein auf in die Kirche gebracht werden und damit ihren Weg der Vergeistigung beginnen.

Nach der Liturgie und dem nachfolgenden Bittgottesdienst an den Heiligen Alexander richtete die Schwesternschaft im Raum unter der Kirche den Mittagstisch her. Beim Mittagessen unterhielt sich der Bischof mit den Gläubigen vor allem über das Thema der gegenwärtigen Lage unserer Kirche, insofern alle von den Problemen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden Metropolit Vitalijs aus der Gemeinschaft unserer Kirche beunruhigt sind.

Am Abend eben dieses Tages waren Erzbischof Mark, Priester Sergij Plekhov mit seiner Gattin und Vater Nikolaj Chibalkov, sowie Diakon André Sikojev beim Schatzmeister der Gemeinde zum Abendessen eingeladen. Hier hatte sich eine kleine Gruppe von Gemeindegliedern versammelt, die dem Bischof geistig besonders nahestehen und seit langen Jahren seinen Rat in geistlichen Themen suchen.

Am Freitag, den 7. Dezember, kehrte Erzbischof Mark nach München zurück.

Am 25. Nov./8. Dez. und 26 Nov./9. Dez. zelebrierte Bischof Agapit die Festgottesdienste zu Ehren des hl. Innokentios anläßlich des Patroziniums der Kirche in Bad Nauheim. Ihm konzelebrierten Vater Sergij Kiselev und Diakon Viktor Zozoulia. Es assistierten vier erfahrende Altardiener aus Frankfurt, die gut mit dem bischöflichen Ritus vertraut sind. Nach der Liturgie wurde ein Moleben vollzogen mit Prozession um die Kirche und vier Evangeliumslesungen (zwei sonntäglichen und zwei für das Fest des Heiligen). Gleichzeitig mit dem Kirchweihfest beging die Gemeinde auch das hundertjährige Jubiläum der Gründung der Kirche, die der Bruderschaft des hl. Vladimir gehört. Die Besonderheit dieser Kirche besteht darin, daß sich in ihr eine Ikonostase aus der Einsiedelei von Sarov befindet, vor der bereits der hl. Serafim von Sarov gebetet hat. Nach dem Gottesdienst richtete die Gemeinde die Trapeza direkt in der Kirche her.

Am Montag, den 10. Dezember, zelebrierte Erzbischof Mark anläßlich des Festes der Wundertätigen Ikone von der Wurzel von Kursk, der “Odigitria” (Wegführerin) der Auslandskirche, die frühe Liturgie im Kloster. Sogleich nach Beendigung der Liturgie wurde er zum Flugplatz gebracht, von wo er nach Jerusalem zu einem routinemäßigen Besuch der Klöster und Einrichtungen der Russischen Geistlichen Mission im Heiligen Land flog. Nachmittags traf er dann in dem Erlöser-Auferstehungskloster auf dem Ölberg in Jerusalem ein, wo er beim Gottesdienst in der Haupt-Klosterkirche anwesend war. Danach speiste er mit der Äbtissin zu Abend und ließ sich über den derzeitigen Stand der Dinge im Kloster und im Land unterrichten.

Am folgenden Tag fuhr Erzbischof Mark, da keine wichtigen Termine anberaumt waren,  mit den Schwestern des Gethsemane Klosters im Bus nach Kapernaum, um dem Priestermönch Irinarch zu seinem Namenstag zu gratulieren. Äbtissin Moiseja war ebenfalls mit zwei Schwestern in ihrem eigenen Auto dorthin gefahren.

Am Mittwoch, den 29. November/12. Dezember, besichtigte Erzbischof Mark vormittags die Restaurationsarbeiten in der Maria-Magdalena-Kirche in Gethsemane, die von deutschen Spezialisten aus Köln ausgeführt werden, um sich ein Bild von deren Verlauf zu machen. Erzbischof Mark stieg fast ganz auf das im Innern der Kuppel angebrachte Gerüst hinauf. Die Restauratoren erklärten ihm und der Äbtissin alle Probleme und Überraschungen bei der Arbeit und sagten, wie dankbar sie den Nonnen seien, die so ausgezeichnet für sie sorgten. Sie hoffen, den Hauptteil der Restaurationsarbeiten bis zu Weihnachten abschließen zu können, damit zum Fest der Geburt Christi dann ein Großteil des Gerüstes abgenommen werden kann. Erzbischof Mark konnte sich davon überzeugen, daß die Kirche schon jetzt einen viel helleren und schöneren Eindruck als vor der Restauration macht. Besonders klar hebt sich das Gemälde mit der Darstellung über der Ikonostasis ab, auf der die hl. apostelgleiche Maria dem Kaiser Tiberius ein Osterei reicht.

Nach der Besprechung mit den Restauratoren begrüßte Erzbischof Mark im Haus der Äbtissin den neuen Generalkonsul Großbritanniens. Bei dem Empfang waren außer Äbtissin  Elisabeth auch Priestermönch Avraamij und die Nonne Vera (beide britische Staatsbürger) anwesend. Erzbischof Mark erläuterte dem Generalkonsul die Lage unserer Klöster im Heiligen Land, besonders die bittere Erfahrung der Vertreibung unserer Mönche und Nonnen aus Hebron und Jericho unter Einmischung der Palästinenser in unsere inneren Angelegenheiten. Nach dem einstündigen Gespräch mit dem Generalkonsul zeigte eine der Schwestern des Gethsemane Klosters dem britischen Diplomaten die Stelle, wo die Mutter von Prinz Edward begraben ist, sowie die Kirche und die Sehenswürdigkeiten des Klosters. Nach diesem Treffen fuhr Erzbischof Mark mit Äbtissin   Elisabeth, Vater Avraamij und Schwester Ksenija zu einem Empfang bei Patriarch Irenäos. Erzbischof Mark stellte Vater Avraamij als neues Mitglied der Russischen Geistlichen Mission vor und erbat den Segen für ihn und für sich selbst zum Vollzug der Gottesdienste in unseren Klöstern. Patriarch Irenäos unterstrich, daß zwischen unseren Kirchen traditionsgemäß immer enge Beziehungen bestanden, und er erzählte von seinem Besuch in Amerika, wo er seinerzeit, noch als Diakon, Patriarch Benediktos begleitet und dabei auch Metropolit Anastasij gesehen hatte. Zum Abschluß betonte der Patriarch noch einmal, daß er insbesondere unsere Schwestern liebt und sehr gerne zu Besuch in unsere Klöster kommt.

Von dem Patriarchat begab sich Erzbischof Mark mit seinen Begleitern zu einer Besprechung ins Ministerium für Religionsangelegenheiten. Erzbischof Mark erläuterte dem Chef der Abteilung für christliche Konfessionen die Situation der Russischen Geistlichen Mission im Heiligen Land.

Der folgende Termin war um 14.00 Uhr bei dem amerikanischen Generalkonsul anberaumt. Diesem berichteten die Besucher über den derzeitigen Stand der Dinge in Hebron und Jericho und erwähnten auch die Probleme des Lebens unserer Mönche und Nonnen im Heiligen Land.

Am Mittwoch Abend und Donnerstag Morgen zelebrierte Erzbischof Mark zum Fest des hl. Apostels Andreas des Erstberufenen in Gethsemane. Danach fuhr er mit Äbtissin  Elisabeth und der Nonne Ksenija nach Tel Aviv zu einem Treffen mit dem australischen Botschafter. Auch ihm erklärten sie die Geschichte und die Probleme unserer Kirche, von denen er bis dahin fast nichts gewußt hatte.

Am Donnerstag Abend stand Erzbischof Mark den Gottesdiensten anläßlich des Patronatsfestes in der Kirche des heiligen Philaret auf dem Ölberg vor. Er trat  zur Litija und zum Polyeleos mit Lobgesang und Lesung des Evangeliums heraus, und er beendete auch den Gottesdienst mit der großen Doxologie. Ihm konzelebrierten Abt Andronik, Priestermönch Ioann (Berzins) und Priestermönch Avraamij. Am Freitag war der Empfang des Hierarchen auf 7.30 Uhr angesetzt. Erzbischof Mark zelebrierte die Göttliche Liturgie mit denselben Priestern wie am Vortag. Nach der Liturgie beim Bittgottesdienst kam noch Priestermönch Valerij hinzu. Nach Ende der Liturgie und der Prozession luden die Nonnen zu einer Festtafel in eben dieser Refektoriums-Kirche ein.

Am Freitag abend war Erzbischof Mark beim Abend- und Morgenamt für die Stifter des Klosters anwesend, während er am Samstag Morgen der Tradition folgend die Stifter-Liturgie und die sich anschließende Panichida für alle Stifter dieser Kirche zelebrierte. Nach der Liturgie sprach der Erzbischof ausführlich mit den Schwestern über die heutige Situation in unserer Kirche.

Am Samstag machte Erzbischof Mark einen Versuch, nach Jericho zu fahren, um die Schwestern auf unserem Grundstück zu besuchen, aber er konnte nicht im Kloster-Auto dorthin gelangen. Er wollte auch nicht auf der anderen Seite des Grenzkontrollpunktes in ein Taxi umsteigen, wie vorgeschlagen wurde, und hoffte auf eine bessere Gelegenheit, nach Jericho zu kommen. So fuhr er nach Fara, um die Brüder der Lavra des ehrw. Chariton zu besuchen.

Nachmittags um zwei Uhr empfing Erzbischof Mark im Äbtissinnenhaus in Gethsemane seinen alten Freund und Lehrer, den hochgeweihten Bischof Atanasije (Jevti¡c) von der Serbisch Orthodoxen Kirche, der zur Vertiefung seiner Kenntnisse des Hebräischen als Gast des Jerusalemer Patriarchats in Jerusalem weilt.

Äbtissin  Elisabeth bewirtete beide Oberhirten mit einem Mittagsimbiß und wohnte auch selbst einige Zeit bei ihrer Unterhaltung bei. Das Gespräch drehte sich vor allem um Fragen der Übertragung von Bibeltexten in moderne Sprachen, denn Bischof Atanasije arbeitet an einer neuen Übersetzung der Heiligen Schrift ins Serbische. Selbstverständlich widmeten die Bischöfe auch einen großen Teil ihres Gesprächs der Erörterung   der derzeitigen kirchlichen Situation, gleichermaßen in Rußland und in der russischen Diaspora wie auch in Serbien und in Jerusalem. Beide Hierarchen freuten sich über dieses unerwartete Wiedersehen und beschlossen, beim nächsten Besuch von Erzbischof Mark in Jerusalem wieder zusammenzukommen. Darüber hinaus bot Erzbischof Mark Bischof Atanasije an, die Gastfreundschaft der russischen Klöster in Jerusalem zu nutzen, wo er jederzeit Gottesdienste zelebrieren könne.

Am Samstag Abend war Erzbischof Mark bei der Nachtwache in dem Erlöser-Himmelfahrtskloster auf dem Ölberg zugegen. Zum Polyeleos trat er in die Mitte der Kirche, gemeinsam mit Abt Andronik, Priestermönch Avraamij und Priestermönch Germogen, der an diesem Tag zusammen mit der Nonne Alexandra, der Vorsteherin einer Klostergemeinschaft für Frauen in Ischim aus Sibirien eingetroffen war. Nach der Nachtwache wurden Erzbischof Mark und alle Geistlichen von Äbtissin  Moiseja zum Abendessen eingeladen. Dazu kamen

Am Sonntag, den 3/16. Dezember, zelebrierte Erzbischof Mark die Göttliche Liturgie in der Kirche der hl. Apostelgleichen Maria Magdalena in Gethsemane. Äbtissin  Elisabeth empfing den Oberhirten um 7.30 Uhr morgens am Eingangstor und führte ihn in die Kirche, gerade zu der Zeit, als zur Verkündung des Endes des moslemischen Fastenmonats Ramadan Salut-Schüsse über Jerusalem abgefeuert wurden. Am Eingang zur Kirche wurde der Erzbischof von den mit ihm zelebrierenden Priestermönchen Ioann (Berzins), Ioann (Schmelz) und Valerij (Koval¡cuk) aus Kiew begrüßt. Trotz der Gerüste, welche wegen der Restaurierung in der Kirche aufgestellt waren, verlief der Gottesdienst sehr feierlich.

Nach der Liturgie und der gemeinsamen Essen empfing Erzbischof Mark einige geistliche Kinder zum persönlichen Gespräch und danach brach er mit Äbtissin  Elisabeth und vier Nonnen zu einem Sonntagsausflug zum Toten Meer auf. Am Sonntag abend zelebrierte Erzbischof Mark zum Tag der Großmärtyrerin Varvara und des ehrw. Johannes von Damaskus wieder einen Gottesdienst mit Polyeleos in Gethesemane. Danach führte er mit den Nonnen des Klosters ein ausführliches Gespräch über das kirchliche Leben in unseren Tagen, insbesondere über die Ereignisse im Zusammenhang mit dem letzten Bischofskonzil und der Wahl von Metropolit Laurus.

Am Montag, den 4/17. Dezember, begann Erzbischof Mark um 5.30 h mit der Nachtwache in Gethsemane und zelebrierte danach selbst die Göttliche Liturgie. Zu Ende der Liturgie stimmte er noch “Auf viele Jahre” für die Nonne Magdalena und die kranke Nonne Jelena an – erstere beging das 55-lährige Jubiläum ihres Eintritts in das Kloster und letztere das 65. Während der gemeinsamen Mahlzeit rief Vladyka allen ins Gedächtnis, was für einen starken Eindruck Mutter Magdalena stets auf die zahlreichen Pilger ins Heilige Land machte, die sie im Verlauf vieler Jahre zu den nächtlichen Liturgien zum Grab des Herrn geführt und dabei fast immer noch den Chor geleitet hatte, wozu sie alle Pilger, die nur irgendwie singen konnten, heranzog.

Vormittags hätte Erzbischof Mark an einem Empfang in der Altstadt teilnehmen müssen, aber dieser fand wegen der Kriegslage im Lande nicht statt. Mit Erleichterung konnte er nun zum Grab des Herrn gehen, wohin ihn fünf Schwestern aus Gethsemane begleiteten. Als erstes gingen sie zu Golgatha hinauf, um das Troparion und Kondakion an das Kreuz zu singen und das Lebensspendende Kreuz des Herrn zu verehren. Dann verneigten sie sich am Stein der Salbung und zuletzt gingen sie in das eigentliche Grab im Kuvuklion, wo sie österliche Gesänge sangen. Insofern es jetzt fast keine Pilger und Touristen im Heiligen Land gibt, störte niemand unsere Gottesanbeter bei der Verehrung der Heiligtümer. Von gebetsinniger Freude erfüllt, machten sie sich zu Fuß auf den Rückweg nach Gethsemane durch die Altstadt, wobei die Schwestern die Gelegenheit nutzten, um sich mit ihrem Oberhirten und geistlichen Vater über verschiedene geistliche Fragen zu unterhalten.

Nach Gethsemane zurückgekehrt, besuchte Erzbischof Mark die kranke Rjasofor-Nonne Jelena, um ihr zum 65. Jubiläum ihres Lebens im Kloster zu gratulieren. Die Schwestern richteten direkt am Bett von Schwester Jelena ein kleines Abschiedsessen her, der die Anwesenheit des Oberhirten und so vieler Schwestern eine große Freude bereitete.

An einem dieser Tage bekamen unsere beiden Äbtissinnen einen Anruf von Bischof Aristarchos, der die Bitte des Patriarchen übermittelte, sie mögen so gut sein und je zwei Nonnen für einen Monat zu Metropolit Ambrosios nach Bethlehem schicken, die ihm dort bei der Arbeit in seiner Residenz helfen sollten. Er fügte hinzu, daß es unbedingt Araberinnen sein müßten. Die Nonnen beider Klöster führten diesen Gehorsamsdienst auch gerne aus und wurden zu Zeugen vieler wichtiger Ereignisse in der Zeit um Weihnachten und Theophanie.

Um 12.00 h brachten die Schwestern aus Gethsemane ihren Oberhirten zum Ölberg, wo er sich von Äbtissin  Moiseja verabschiedete und ihr für die Gastfreundschaft und Hilfe während seines Aufenthaltes im Heiligen Land dankte. Matuschka Moiseja gab ihm Geschenke für die Bruderschaft des Münchner Klosters sowie für einige Schwestern und Gemeindeglieder mit. Abt Andronik brachte Erzbischof Mark zum Flugplatz nach Tel Aviv, von wo er nach München zurückflog.

Am Montag, den 5/18. Dezember, fuhr Erzbischof Mark nach Frankfurt und war dort bei der Nachtwache am Vorabend des Patronatsfestes in der Kirche des hl. Nikolaus von Myra in Lykien anwesend. Die Nachtwache vollzog Erzpr. Dimitrij Ignatiew in Konzelebration mit den Diakonen Vladimir Tsurikov aus Jordanville, Viktor Zozoulja und Boris Zdrobeu. Erzbischof Mark trat zur Litija und zum Polyeleos heraus und schloß die Vigil mit der großen Doxologie ab.
Am folgenden Tag zelebrierte er die Göttliche Liturgie mit den genannten Geistlichen mit Ausnahme von Vater Viktor, welcher wegen beruflicher Verpflichtungen verhindert war. Nach der Liturgie und der Prozession beglückwünschte Erzbischof Mark das 35. Jubiliäum des priesterlichen Dienstes von Vater Dimitrij Ignatiew, indem er ihm eine von Metropolit Laurus unterzeichnete Urkunde des Synods  überreichte. Wie Erzbischof Mark in seiner Ansprache unterstrich und wie es auch in der Urkunde heißt, “war Erzpr. Dimitrij Ignatiew an allen hervorragenden Unternehmungen der deutschen Diözese beteiligt, bei allen wichtigen Kongressen und Konferenzen dabei, er zeichnet sich durch sein gründliches Wissen in orthodoxer Theologie aus, er war viele Jahre lang Mitglied des Diözesanrates und des geistlichen Gerichts der Diözese, er bemühte sich hingebungsvoll um die Verbreitung der Orthodoxie unter Andersgläubigen, er begründete insbesondere die Seminare über Orthodoxie in seiner Gemeinde in Frankfurt, welche in der Folge große Bedeutung für die ganze Diözese erlangten, er widmete sich der Übersetzung gottesdienstlicher Texte ins Deutsche, vor allem indem er die Gottesdienste der Ersten Woche der Großen Fastenzeit und der Karwoche und von Ostern übersetzte, welche in seiner Übersetzung im Kloster des hl. Hiob von Po¡caev in München gedruckt wurden. Außerdem zeichnen ihn zahlreiche andere bemerkenswerte Eigenschaften aus, wie sie eines der ältesten Geistlichen der Deutschen Diözese würdig sind.”
Nach dem Gesang “Auf viele Jahre” für Vater Dimitrij zeichnete Erzbischof Mark auch den Hypodiakon Jurij Borisovi¡c Brunot mit einer Synodalurkunde aus. Hypodiakon Jurij Brunot hatte mehrere Jahre mit großer Liebe und Energie in der Russischen Geistlichen Mission in Jerusalem als ihr Sekretär gedient. Er mühte sich unentwegt für das Wohl der Kirche und der Klöster, er trug die Verantwortung für die vielseitige Tätigkeit der Mission in der Sorgewaltung um die Mönche und Nonnen, das Vermögen und insbesondere die Renovierung alter Gebäude, die persönliche Sicherheit der Mitglieder der Mission und um vieles andere. Da er infolge seines Alters seine Verpflichtungen bereits nicht mehr im selben Umfang wie zuvor erfüllen konnte, bat Hypodiakon Georgij Erzbischof Mark, ihn nach Ostern dieses Jahres in seine Gemeinde nach Frankfurt zurückkehren zu lassen. In seiner Ansprache sagte der Bischof, daß die vielseitige Tätigkeit der Frankfurter Gemeinde auf dem Gebiet der Wohltätigkeit Jurij Borisovi¡c ganz automatisch ins Heilige Land geführt hätte, und daß er auch der Gemeinde für ihre Liebe zum Heiligen Land und zu den Leidenden in Rußland und anderswo danke.

Am 6/19. Dez. vollzog Vladyka Agapit unter Teilnahme von vielen Gläubigen die Festgottesdienste anläßlich des Patronatsfestes in der Kirche des hl. Nikolaus in Stuttgart. Mit ihm zelebrierte Pr. Ilya Limberger. Prächtig sang der herrliche Chor unter Leitung von Gennadij Nikolaevi¡c.... Die originelle Geometrie und Anlage der Kirche war Ursache dafür, daß die Prozession, bei der üblicherweise an den vier Seiten der Kirche angehalten wird, diesmal sechs Pausen aufwies, weil es nicht eindeutig war, wo das Evangelium genau zu lesen war. Nach dem Gottesdienst richtete die Gemeinde im benachbarten Saal eine reiche Mittagstafel ein. Beim Mittagessen traten Kinder auf, die eine Legende über den hl. Nikolaus darstellten. Danach gaben ein jugendliches Geigenquintett, Vorleser und andere junge Talente ihre Darbietungen.

Am Sonntag, den 10/23. Dezember, fuhr Erzbischof Mark in Begleitung von Diakon Vitalij Germanov nach Salzburg. Dort zelebrierte er die Göttliche Liturgie in der Maria-Schutz-Kirche, zusammen mit Erzpr. Vasilij Fon¡cenkov. Nach der Liturgie und dem gemeinsamen Mittagsmahl führte Erzbischof Mark den Vorsitz bei der Sitzung des Gemeinderats und des Hilfsvereins der Maria-Schutz-Gemeinde.

Während des Orthodoxen Treffens am Dezember 2001 wurden in der Münchener Kathedralkirche der Heiligen Neumärtyrer du Bekenner Rußlands täglich die Gottesdienste in slavischer und deutscher Sprache durchgeführt. Nach dem Morgengottesdienst, den immer einer der Priester zelebrierte, vollzog Erzbischof Mark die Göttliche Liturgie in Konzelebration mit den angereisten Priestern und Diakon Vladimir Tsurikov, der aus Jordanville zu der Konferenz gekommen war.

Ebenso feierte Erzbischof Mark alle Gottesdienste zu den Feiertagen zu Christi Geburt (Weihnachten) und Theophanie (Taufe).

Am Heiligabend (24. Dez./6. Januar) zeichnete Erzbischof Mark den Protodiakon der Kathedralkirche, Vater Georg Kobro, für seinen treuen langjährigen Dienst an der Kirche mit dem Recht zum Tragen der Kamilavka aus. Beim Kleinen Einzug mit dem Evangelium, als alle Geistlichen und Altardiener in die Mitte der Kirche zur Kathedra gekommen waren, auf der Erzbischof Mark stand, nahm der zweite Diakon dem Protodiakon das heilige Evangelium ab und führte ihn zusammen mit dem dritten Diakon in den Altar. Dort verneigte sich der Protodiakon dem Altartisch, wurde gen Westen geneigt und macht auf dem Weg zur Kathedra weitere drei Verbeugungen. Erzbischof Mark legte ihm die Kamilavka auf, die von den Novizinnen in München angefertigt war, und beglückwünschte den Protodiakon zu der Auszeichnung, die vom Bischofssynod gesegnet war. Der Bischof drückte seine Dankbarkeit für den treuen Dienst des Protodiakons an der Kirche im verlaufe der vergangenen 20 Jahre aus und stimmte das dreimalige „Axios“ an, das von den Geistlichen übernommen und schließlich vom Chor gesungen wurde.

Protodiakon Georgij Kobro wurde von Erzbischof Mark zum Fest der Geburt der Allerheiligsten Gottesgebärerin im Jahre 1981 zum Diakon geweiht. Im Laufe der zurückliegenden 20 Jahre erfüllte der Protodiakon, wie Erzbischof Mark nach dem Gottesdienst betonte, mit großer Sorgfalt und Eifer seine Verpflichtungen als Protodiakon der Kathedralkirche. Ungeachtet seiner weltlichen Arbeit, der er als Dozent – weit von seinem Wohnort und von München – am Dolmetscher-Institut der Universität Mainz nachgeht, unternimmt Protodiakon Georgij Kobro alles in seinen Kräften Stehenden, um an Sonn- und Feiertagen seinen Dienst als Diakon zu versehen.

Wenn Vater Georg in der Münchner Kathedralkirche zelebriert oder den leitenden Bischof auf Pastoralreisen in die Gemeinden der Diözese begleitet, übersetzt er stets simultan die Predigt und Ansprachen des Bischofs ins Deutsche für den Teil der Gläubigen (etwa ein Drittel), die der russischen Sprache nicht mächtig sind. Außer seinen unmittelbaren Verpflichtungen als Protodiakon besucht Vater Georg regelmäßig ein Gefängnis in der Nähe seines Wohnortes, um den russisch-sprachigen Gefangenen Unterricht in orthodoxer Katechese zu erteilen. Ebenso erteilt der einer Gruppe von Kindern in der Nähe seiner Wohnortes Religionsunterricht.

Am 17/30. Dezember, Sonntag der hll. Vorväter, zelebrierte Bischof Agapit in Stuttgart zusammen mit Vater Ilya Limberger und Diakon Alexander Koval.

Am Samstag, den 23. Dez./5. Januar, fuhr Vladyka zusammen mit Vater Sergij Turtschik nach Saarbrücken, um dort das Patronatsfest zu Ehren der hl. Märtyrerin Eugenia zu begehen. Am Samstag Abend, auf dem Weg nach Saarbrücken, zelebrierte Vladyka die Vigil zum Vorabend der Geburt des Herrn in der Christi-Verklärungskirche in Baden-Baden zusammen mit Vater Miodrag Gli¡sic. Nach der Nachwache fuhr Vladyka nach Saarbrücken weiter und übernachtete im Haus des in Gott ruhenden ehemaligen Kirchenältesten Vsevolod Braga. Am folgenden Tag zelebrierte Bischof Agapit die Göttliche Liturgie zusammen mit Priester Sergij Turtschik und Diakon Viktor Zozoulia. Statt einer Prozession wurde sofort nach der Liturgie die Weihnachts-Ve¡cernja zelebriert. Nach der Ve¡cernja lud die Gemeinde zum Tee ein. Vladyka wurde eine Kassette mit von Jeanne Bi¡cevskaja über den Märtyrerzaren gesungenen Liedern überreicht.

Nach dem weihnachtlichen Abendgottesdienst fuhr Vladyka nach Stuttgart, wo er erst gegen Ende der Nachtwache zur Litija ankam, und unter dem Gesang von “Deine Geburt, o Christus, unser Gott...” in die von Kerzen erwärmte und überfüllte Kirche hineinschritt. Die Festgottesdienste zelebrierte Vladyka zusammen mit Vater Ilya Limberger und Diakon Alexander Koval.

Am Samstag, den 12. Januar (n.St.), veranstaltete die Stuttgarter Gemeinde das “Jelka-Kinderfest”. Es versammelten sich 115 Kinder, um sieben von einem Engel erteilte Aufgaben auszuführen, wozu Tänze, Lieder, das Aufsagen von Gedichten, musikalische Darbietungen, sowie ein Spiel, bei die Kinder der Berührung durch das strenge Väterchen Frost auszuweichen hatten, gehörten. Bei all diesen Vorführungen waren auch sehr viele erwachsene Gemeindeglieder dabei, unter ihnen die ehemalige Kirchenälteste Tamara Ivanovna. Nach der erfolgreichen Erledigung all dieser Aufgaben gab Vater Ilya Limberger den Kindern Weihnachtsgeschenke.

Die Kinderweihnachtsfeier in Baden-Baden

Am 31. Januar/13. Februar fand in Baden-Baden nach der Liturgie das Kinderweihnachtsfest “Jelka” statt. In einem nicht allzu großen gemütlichen und festlich geschmückten Saal, der von dem örtlichen “Zentrum für Russische Kultur und Geschichte” von der Gemeinde angemietet wurde, hatten sich etwa einhundert Leute, die Hälfte davon Kinder, versammelt.

Die Vorstellung wurde mit einem weihnachtlichen Theaterstück eröffnet, das von Kindern und Jugendlichen ausgeführt wurde. Sämtliche Altersgruppen waren an der Darbietung beteiligt. Die älteren Kinder spielten den Engel, die Hirten und die drei Könige, die jüngeren die Blumen, den Hasen und den Bären. Allesamt pilgerten sie zu dem neugeborenen Gotteskind. Zwischen den einzelnen Handlungsabschnitten waren Gedichte und kleine Lieder eingefügt, die von den Kindern nach eifrigem Üben zu Hause und in der Sonntagsschule auswendig vorgetragen wurden. Das gab den jungen Darstellern Gelegenheit, sich zu der einen oder andern verborgenen Bedeutungsnuance des Festes einen persönlichen Zugang zu verschaffen, und diese daraufhin durch ein einfühlsames Darbieten auch den Zuhörern zu vermitteln.

Nach dem Weihnachtsspiel wurde den Kindern angetragen, gemeinsam das Väterchen Frost herbeizurufen. Dieser erschien sogleich in Begleitung von Schneewittchen und zwei Schneefeen. Zum Glück machte er von seinem Zauberstab, der Faulpelze und Trotzköpfe einzufrieren vermag, keinen Gebrauch, da er im selben Augenblick von den Kindern dicht umringt wurde, die alle begierig waren, ihm ihre Gedichte und Lieder vorzutragen. Der Reigen und die Spiele, die nun folgten, zerstreuten der Rest von Aufregung der Kleinen, die an solch ein buntes und lautes Feiern nicht gewöhnt waren.

Bei der Geschenkvergabe am Schluß konnte man an den Gesichtern der Kinder feststellen, wie gelungen das Fest war.

Während der ganzen Jelka war die Atmosphäre stets herzlich und familiär, was eine große Freude war, denn viele Eltern hatten sich bis dahin noch nicht gekannt. Wahrscheinlich geschah das so, weil sie ihren Kindern eine Freude machen und ihnen die Geburt Christi nahebringen wollten. So wurde selbst eine lärmende Heiterkeit unmerklich in die Bahn einer kirchlichen Feier gelenkt.

Zum Fest der Theophanie zelebrierte Bischof Agapit in Stuttgart zusammen mit Vater Ilya Limberger, Vater Sergij Turtschik, Vater Vladimir Tschaika, sowie Diakon Alexander Koval.

Zwei Tage nach dem Fest der Theophanie brach Erzbischof Mark am Montag, den 8./21. Januar zur Teilnahme an der ordentlichen Sitzung des Bischofssynods in New York auf. Dort traf er nach einem Flug über Frankfurt am Nachmittag ein. Zu der Sitzung waren alle ordentlichen Mitglieder des Synods anwesend: Metropolit Laurus, Erzbischof Alypy und Mark, und die Bischöfe Gabriel und Michael. Zur Besprechung standen vor allem Fragen des Lebens unserer Kirche nach dem letzten Bischofskonzil auf der Tagesordnung. Insbesondere wurde die Lage der Kirche in Kanada und Westeuropa diskutiert und Entscheidungen für die Befriedung des kirchlichen Lebens getroffen. Erzbischof Mark berichtete über die Lage unserer Klöster im Heiligen Land sowie über die von Erzpriester Nikolai Artemoff im November 2001 in Budapest durchgeführte Historiker-Konferenz über die Entwicklung der Russischen Kirche im 20. Jh.

Die Sitzungen des Bischofssynods wurden am Donnerstag, d. 11./24 Januar abgeschlossen. Am Freitag, den 12./25. Januar nach der Liturgie führte Erzbischof Mark nach der Liturgie im Synodalgebäude  den Vorsitz bei einer Sitzung der Kommission über die Grundlagen der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, die vom Bischofskonzil im Oktober 2001 zur Überprüfung dieser magna charta unserer Kirche ins Leben gerufen wurde. Gegen Abend nutzte Erzbischof Mark das Entgegenkommen eines jungen Gemeindemitglieds und ließ sich von diesem nach Sea Cliff fahren, um den kranken 93-jährigen Bischof Mitrophan zu besuchen. Ungeachtet der Krankheit und des Alters traf Erzbischof Mark den hochgeweihten Bischof Mitrophan in guter geistlicher und seelischer Verfassung an. Die beiden Bischöfe unterhielten sich etwa anderthalb Stunden über die wichtigsten Fragen des kirchlichen Lebens und berührten ebenso bestimmte Momente des Wirkens von Bischof Mitrophan (damals Erzpriester Mitrophan Znosko-Borovskij) in den Flüchtlingslagern in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.

Nach dieser Unterhaltung war Erzbischof Mark bei der Tochter von Bischof Mitrophan zum Abendessen eingeladen. Am Tisch versammelte sich die Jugend – Bischof Mitrophans Enkel mit Frauen und Freunden – und führten ein an geregtes Gespräch mit Erzbischof Mark.

Am Sonnabend, den 13./26. Januar, war Erzbischof Mark morgens bei der Liturgie in der Synodalkirche zugegen und reiste dann mit dem Zug nach Washington, D.C.. Hier wurde er vom Vorsteher der Kirche des hl. Johannes des Vorläufers, Erzpriester Viktor Potapov, empfangen. Am Samstag Abend war Erzbischof Mark bei der Vigil in der Washingtoner Kirche zugegen und trat zum Polyeleos mit Lobpreis an die hl. Apostelgleiche Nina und der Lesung des Evangeliums in die Mitte der Kirche. Nach der Vigil unterhielt sich Erzbischof Mark mit den Geistlichen  – Vater Viktor, Erzpriester Igor Grebinka und Protodiakon Leonid Michajlov, und ebenso mit dem Novizen des Münchener Hiobs-Klosters, Bruder Sergij Nedelsky, der zur Zeit in Amerika studiert. Am Sonntag, den 14./27. Januar stand Erzbischof Mark der Liturgie in der Washingtoner Kirche des hl. Johannes des Täufers vor. Nach Beendigung der Liturgie unterhielt er sich mit den Gläubigen im Gemeindesaal und gab einen kurzen Bericht über die Lage unserer Kirche allgemein, und besonders die Probleme unserer Klöster im Heiligen Land. Am Abend pflegte Erzbischof Mark nach einem kurzen Besuch beim örtlichen georgischen Priester aus Anlaß des Festes der hl. Nina wiederum die Gemeinschaft mit Vater Viktor und seiner Familie.

Am Montag, den 15./28. Januar kehrte Erzbischof Mark früh morgens nach New York zurück, wo er mit dem hochgeweihten Bischof Gabriel noch Gedankenaustausch über Fragen des Synods pflegte und von ihm die Wundertätige Ikone der Allerheiligsten Gottesmutter von der Wurzel von Kursk in Empfang nahm, mit welcher er sich auf den Rückweg nach Deutschland machte, wo er in den frühen Morgenstunden des Dienstags, d. 16./29. Januar eintraf.

Am 14/27. Januar, dem Gedenktag der hl. apostelgleichen Nina, vollzog Bischof Agapit die Gottesdienste in Stuttgart. Nach der Göttlichen Liturgie gratulierte er der Kirchenältesten Nina Danilovna zu ihrem Namenstag, und die ganze Gemeinde sang mnogaja leta für das “Namenstagskind”. Die Gemeinde schenkte Nina Danilovna eine Ikone des Heiligen Nikolaus.

Anschließend fand die Gemeindeversammlung statt, bei der eine neue Kirchenälteste, Elisaveta Ostatschina, gewählt wurde, insofern als Nina Danilovna aus gesundheitlichen Gründen gebeten hatte, von den Verpflichtungen dieses Amtes entlastet zu werden.

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